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Nachtr., 2 (1825)
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machen, Ist dessen Gegenwart aus St. Helena und seine Ergeben«heit für Napoleon. Ich sage, daß er selbst alles thue, um ihnunerklärlich zu machen und zwar auf folgende Weise. So oft ervon dem spricht, was an dem Hofe Napoleons vorging, als ernoch an demselben als Kammerherr erschien, so gesteht er zugleich,entweder, daß Napoleon kein Wort mit ihm gesprochen, oder erselbst die ungünstigste Idee von ihm gehabt habe.

„Dir glaubten, (Bd. 6. S. 20) daß er mitten unter unsgepanzert sei, daß er auf Ahnungen halte, am Fatalismus hänge,Anfälle von Raserei und Epilepsie habe; daß Pichegru auf seinenBefehl erdrosselt, einem kleinen englischen Kapitain der Hals abge«schnitten worden fei u. s. w. Was mich betrifft, so gestand ichehrlich, daß ich keine feste Idee von seinem Charakter, als erst zuSt. Helena gehabt hätte."

DaS waren mithin wohl Gründe, die den Herrn von Las Ca«ses eigentlich hätten abhalten sollen, ihm zu folgen. Auch ließNapoleon ihm einst merken, daß er mit besondern Aufträgen oderals Spion zu ihm gekommen sei — ein häßlicher, empörender Ge«danke, der von der einen Seite nicht hätte geäußert, von der an-dern nie erzählt werde» sollen.

Mit einem Worte, Herr von Las Cafes sagt uns den Grundnicht, durch welchen er bestimmt worden ist und überläßt uns ganzunfern eigenen Vermuthungen über diese» Gegenstand. Wird erunS also wohl vergeben, wenn wir uns eine nur darum erlauben,weil er ln dem Tagebuche bewiesen hat, daß er nicht allein keineVeranlassung zu einer besondern Ergebenheit für Napoleon hatte,sondern auch sogar mehr fürchten mußte, sich ihm zu nähern, alser es wünschen konnte. Er besaß Ehrgeiz — dies gesteht er selbstund niemand ist frei davon. Die wundervolle Rückkehr von dctInsel Elba hatte ihn in Erstaunen gesetzt. Glaubte er vielleicht,und zwar mit allem Rechte, daß das neue Exil Napoleons, welchesauch der Ort seiner Verbannung wäre, doch nicht die Grenze sei-ner Laufbahn seyn werde? Sah er nicht in der Entfernung Glückund Ruhm bei der Vereinigung seines Lebenslooses mit dem, wasNapoleon von dem Schicksale bestimmt war? Beides in dem Fal-le, da dieser wiederkehrte, letzter,, doch für seine großmüthigeAufopferung selbst dann, wenn das Loos seines Helden unwider-ruflich war ?—'