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Nachtr., 2 (1825)
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rer Ihm gethan habe, ohne sich jedoch hierbei die mindeste Anden«t»ng oder Betrachtung zu erlauben. Man antwortete ihm mit um«gehender Post und schickte Ihm jugleich seine Ernennung zum Ge-sandten am schwedischen Hofe mit dem Hinzufügen, -daß er amdänischen durch Herrn Alquier abgelösec werden würde.

Bei der Ankunft in Stockholm ward er sehr gut ausgenommen.Die Privatgespräche zwischen dem König und ihm wurden fortge-setzt, wiederholt, vervielfältigten sich. Gustav ging oft (mochte ernun diesen Gebrauch erst eingeführt oder lhn schon gefunden haben)zu seinen Ministern und andern Großen, um den Abend bei ihnenzuzubringen. Jedesmal, wenn er Bourgoing dort fand, nahm erihn bet Seite, um mit ihm zu sprechen und stets war auf sehrschmeichelhafte Weise von Napoleon die Rede, doch immer mit einerArt von Widerwillen, von Bedauern, daß er nicht einen andernals den Konsulstitel führe. So verging der ganze Winter.Herr von B. erbittet sich nun Urlaub und erhält ihn ohne Mühe,denn man glaubt, daß er manche wichtige Mittheilungen nicht aufgewöhnlichem Wege thun wolle. Er nimmt Abschied von dem Kö«nige, der ihn aus das freundschaftlichste entläßt, ihm zu erkennengiebt, wie er hoffe, daß diese Reise nicht ohne Folgen für den Ge«genstand ihrer Unterhaltungen seyn werde, und den Ausdruck seinerErgebenheit für Napoleon erneuert. So wie der Gesandte fort ist,macht sich aber der König selbst auf den Weg, obschon von einerReise Sr. Majestät durchaus gar nicht die Rede gewesen war. Herrvon B. kommt nach Paris, wird anfangs gut ausgenommen, aberbald erfährt man durch die Berichte der Gesandten und Geschäfts-träger an den deutschen Höfen, daß Gustav von einem zu dem an-dern reise und alle Fürsten gegen Napoleon auswiegle, weil er dielächerliche Absicht habe, sich eine Krone auf das Haupt zusetzen. 2n solchen Fällen haben die Gesandten jederzeit Unrecht.Herr von Bourgoing fällt in Ungnade. Man beschuldigt ihn, bald,daß ihn der König zum Besten gehabt, bald daß er ein Staats«gchcimniß verrathen habe. Er hacke jedoch keine andere Schuld,als daß er einem Fürsten aufs Wort glaubte, der allerdings allenur mögliche Mittel anwandte, um sich Glauben und Vertrauen zuverschaffen, indem er den Ton der Wahrheit in solchem Grade an-nahm, daß es beleidigend und unbillig gewesen wäre, noch zu zwei-feln. Herr von Bourgoing behauptete, kein Mensch sei so verfüh-rerisch, so liebenswürdig, so anziehend, aber auch niemand so reiz-bar, so eigensinnig als Gustav. Herr von Bourgoing wurde seinerächten Talente, seiner Erfahrung, der Dienste ungeachtet, welche erleisten konnte, von jetzt an ignorirt, bis lange nachher einer seinerSöhne durch eine Aufsehen erregende, höchst glänzende Thac sich