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Es ist Inzwischen keinem Zweifel unterworfen, daß MadameBonaparte das Betragen Murats gegen Napoleon getadelt habenwird; allein sie trachtete stets das gute Einverftändniß in ihrerFamilie aufrecht zu erhalten. Napoleon hat sie bet jeder Gelegen«heit als eine Frau von einem sehr ausgezeichneten Charakter ge«schildert und andere weniger partheiiscke Zeugnisse bestätigen dieseSchilderung. Die Liebe zum Gelbe, welche man ihr Schuld gab,kam daher, weil es ihr in sehr schwierigen Zeilen daran gefehltund sie sonach dessen ganzen Werth gefühlt hacke, dabei aber furch«tece, daß sie wieder in denselben Fall kommen könne.
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17. 2uli 1816.
ES gab (M Italien) keine einzige Schöne, die nicht darnach gestrebt hätteihm zu gefallen und ih» zu rühre». Das war aber vergebens. Seine
Seele war zu stark, um in die Schlinge zu gehen. Sein Glück
lag in seiner Weisheit. Er hätte sich eine Stunde lang vergessen kön-nen und wie viele seiner Siege hingen nicht von noch viel weniger abl
Bd. 7. S, 11.
Diese Eigenheit erinnert an Friedrich und je mehr man diesebeiden Charaktere studirt, desto mehr findet man Ähnlichkeit, be«sonders wenn man dabei aus Umstände, Ort, Lage und was sonstin Erwägung kommen muß, gehörige Rücksicht nimmt. FriedrichsWiege war ein Thron; die Krone konnte ihm nicht entgehen —-aber Napoleon, was hatte er zu erwarten? Wenn er noch so ein»gebildet war, doch höchstens nur ein Paar Epauletten! — Beidehatten die nämliche Meinung über den Krieg, über die Talente,welche ein General besitzen muß, und die Bedingungen, ohne welchekeiner ein gurer General seyn kann *). Eine der vornehmsten ist,sich frei zu halten von dem Einflüsse der Weiber. Obschon Napo-leon sie sehr und mehr als Friedrich liebte, so hat er ihnen dochnie eine seiner Pflichten geopfert, Es gehet oft, theils aus demTagebuche, theils aus den Memoiren der Generale Moniholon undGourgand hervor, wie viele Generale sich unter dieses 2och beug-ten; der Marschall S..., Berthier, den Madame Visconti nochum das Bischen Verstand brachte, das ihm von der Natur zu
*) Man scvc die Aehnlichkeit zwischen Friedrich »nt Napoleon amSchlüsse tiefes Werkes,