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schätzte. Eben deßwegen, weil mir viele Stellen in den meistenunsrer alten und in einigen unsrer neuen Lieder so werthsind, und weil ich dankbegierig gegen die Rührung bin, zuder sie mich oft veranlaßten, habe ich andre Stellen derselben,von welchen ich überzeugt war, daß sie die Andacht oft stör-ten und noch öfter nicht genug unterhielten, verändert.
Diese Lieder hören dadurch nicht auf, ein Cigenthumihrer Verfasser zu seyn. Ich habe sie, einige Strophen aus-genommen, nur verändert und nicht nmgearbeitet. Wennmeine Absicht gewesen wäre, sie umzuarbeiten, so würde ichtheils einige Stellen nicht stehn gelassen, theils einige vonden veränderten noch anders gemacht haben. Ich kenne dieGefahr, welcher ich mich hierdurch ausgesetzt habe. Diejeni-gen, so die höhere Poesie lieben, aber die Religion zu un-richtig beurtheilen, als daß sie den Absichten Desjenigen, deretwas um derselben willen unternimmt, Gerechtigkeit genugwiderfahren zu lassen im Stande seyn sollten — Diese wer-den hier mehr von mir fordern, als ich habe thun wollen.Die vornehmsten Regeln, denen ich folgen mußte, warendiese:
Ich hatte den Hauptton, der in dem Liede herrschte,aufznsuchen und demselben durch jedes Wort, das ich setzte,zu folgen.
Sobald aber der Verfasser von seinem Haupttvn abwich,so mußte ich ihn in denselben zurück briugeu.
Jenes geschah am Oeftesten dadurch, daß er der Religionunwürdig wurde. Hier mußte ich am Strengsten gegen ihnund mich seyn. Denn sonst hätte ich meiner vornehmsten