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Herz und nicht auf die Art zu denken und zu empfinden,noch weniger auf Worte sehe: so gebe ich Dieß zwar zu;aber ich behaupte zugleich, daß die Art zu denken und sichauszudrücken, die in einem Liede herrscht, das wir jetzt sin-gen, ans den Zustand unsers Herzens diese Zeit über einengroßen Einfluß habe. Man sage mir nicht, daß man darüberweg sey, sich auf diese Art unterbrechen zn lassen. Warumwird uns denn jede schwache Zeile in Gedichten unerträglich,die, so moralisch sie auch feyn mögen, doch viel kleinere Ge-genstände, als die Religion haben? Oder lieben wir sievielleicht wenig genug, uns, wenn es darauf aukömmt, wiesie vorgestellt werden soll, nur dann so leicht über den Aus-druck wegzusetzen? Ueberdicß ist zu der wahren anhaltendenAndacht noch viel mehr nvthwendig, alS nur in derselbennicht unterbrochen zn werden. Ein Lied ist ein Gebet. DerChrist kann nach guten Handlungen nichts Größeres thun,als beten. Wie groß ist es, mit Gott reden! Und sollenwir nicht alle unsre Kräfte austrengen, es nur einigermaßenwürdig zu thun? Ich weiß wohl, daß Paulus zu den Korin-thern gesagt hat: Ich bin nicht mit hohen Worten zu euchgekommen. Aber Derjenige würde Paulum sehr unrichtig er-klären, der dafür hielte, daß er dadurch etwas Anderes, alSdie falsche Beredsamkeit seiner Zeit verstanden hätte. Undwas müßte ein solcher Ausleger von unserm Erlöser selbstdenken, der gewaltig predigte und Worte des ewigen Lebenshatte!
Man würde mir sehr Unrecht thun, wenn man von mirglaubte, daß ich unsre Lieder, weil ich sie veränderte, gering