Zngomar. Laß mich! Ha der Schmerz! Unten, wo ickschlug, da blutete ich zuerst.
Srcnno. Um hier fortzubluten, hier au dieser Wunde,oder au einer neuen zu sterben, oder gefesselt zu werden.
Ingo mar. Du peinigest einen Leidenden!
Srcnno. Und mich der Gedanke, daß unser Heer zumTode hingeführt ward, und daß jetzo so viele seiner Scharenin Blute . . Das sind mehr Leidende!
Ingo mar. Gib mir Heilungskränter.
Srcnno. Ich habe keine Heilungskränter. Die gäbe ich dir.
Ingomar. Ich will keine Heilungskränter von dir!
Srcnno. Und ich gäbe sic dir, hätte ich sie: aber ichfluchte dir dennoch, daß du dein Vaterland einer zweitenTeutvbnrgschlacht beraubt hast, und daß du, denn du hastnoch mehr gethan, so schwer es auch scheint »och mehr thnnzu können, daß du uns an einen Abgrund gebracht hast,wo dieser Germanicns. . Doch ich mag in das blutigeSchauspiel nicht Hinblicken, daS er nun spielen wird.
Ingo mar. Laß du die Fürsten wegen seiner Spiele sorgen.
Srcnno. O, läget ihr, du, Arpe und Gambriv undschlummertet und hättet ansgesorgt, damit Hermann wiederallein sorgen könnte. Er wußte es und er weiß es, waseS ist mit den Römern schlagen. Er nur hat die rechte,laute, volle Stimme, den Untergang über sie herbei zurufen, und nicht ihr!
Ingo mar. Du urtheilst nach dem Ausgange.
Srcnno. Nach Ausgängen nrtheile ich; nach einem —
Illäwona. Auf, Libusch, auf! tritt wieder hin!
Srcnno. Nach einem, wie ihr ihn einst zu DrnsnsZeit; und nach einem, wie ihr ihn euch jetzt zubercitet habt;»ach solchen Ausgängen!