219
den Wall. Doch, ich schicke auch hinab. Geh' und sage, Werzuerst in dem Thvre ist, gegen das wir Heranrücken, der sollmeinen Schild haben.
Achte Scene.
Die Vorigen. Horst. Fünf Römer. Deutsche.
(Die Deutschen legen dle mitgebrachten römischen Waffen nieder.)
Hermann. Dich seh' ich wieder, Valerius? Ich würdemich freun, dich zu sehn, wenn ich mich jetzt freun könnte.
Valerius. Du dich nicht freun, Hermann? Sind dirdenn diese beiden Tage nichts? und kannst du dich niemalseher freun, als bis wir Alle todt um dich her liegen?
Hermann. Nehmt ihm die Fessel ab. Warum habt ihrsie ihm angelegt? Hat er euch seinen Namen nicht genannt?Er ist ein Valerius und werth es zu seyn. cDi- Fesseln werdenihm al'genommen.1 Ihr Römer, wir pflegen die Götter durchden Aweikampf zu fragen. Zn diesem ficht der Deutsche mitseinen Waffen, und der Fremde mit seinen. Ich ließ füreuch, die mein Kriegsgefährt Horst, ein Kenner der Tapfern,ausgesucht hat, die besten Waffen herauf bringen, daß Derunter euch, welcher fechten wird, über nichts zu klagen hätte.Entscheidet, Wer der Streiter seyn soll.
Valerius. Quinten, eure Väter haben nicht gestritten,wie meine! und ihr nicht, wie ich! Laßt euch zurückführen.
(Er nimmt schnell eine» Schild auf.)
Ein Römer. Wärst du nicht unser Anführer, so gälteneS mir weder deine Väter, noch du.