Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
Seite
207
Einzelbild herunterladen
 

207

Ich weiß wohl, Wem das Vaterland,

Mit mir, den Kranz nm die Schläfe windet.

(Sie bringt ihm die Lanze wieder. Die Musik ändert sich.)

Ich hebe dich, o Kranz des Hains,

Frei durch die Sieger, empor.

Von der glänzenden Sichel sank dein LaubAuf den weißen Teppich hin.

Da flocht' ich dich.

Des sanften Mädchens Thräne floßVoll Freud' auf dich herab.

Als sie dich flocht, o Kranz des Hains!

Nun bring' ich dich dem EdelstenDer Krieger, Hermann bring' ich dich.

( Die Musik währt ohne Gesang fort, indem sie Hermann den Kranz aufseßt.)

(Die Musik ändert sich von Neuem.)

Also kränzet ihn mit dem goldenen Laube,

Göttinnen, einst in Walhall!

Sie nimmt Theude bei der Hand und geht schnell mit ihm weg.)

He rinn NN. Das dachte ich nicht, daß ich würde so stolzauf die Freundschaft der Tochter werden, als ich's auf dieFreundschaft des Vaters bin.

Arpe. Du siehst, daß die Träger des Blutrings auchLieder haben.

Lntmnlb. Ein's verdrießt mich nur, Hermann, daß esmeine Braut nicht war, die dir den Kranz brachte. Wiewird das arme Mädchen weinen, wenn ich's ihr von Hermi-nonen erzähle! Ich sagte euch, ihr Fürsten, als Hermannnoch nicht bei unserm Feste war, daß ich Werdomarn denrohen Gedanken zu einem Liede gegeben hätte. Dieß sollen