Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
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202
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aus der neuern Zeit: da (denn nun, nun dürfen wir vonTeutoburg reden), da der Jüngling Hermann die beidenersten Tage manch Mal allein schlagen mußte; da aber amdritten Abend Varus Kopf Marbod geschickt wurde unddurch den nach Rom; da der Marse mit dem Cherusker umden Adler stritt; da Thusnelda, wie eine Braut, verliebtwar und tanzte und sang, auch von ihrem Theude sang,dem schönen Knaben mit den schonen Waffen!

Thcudc. Von mir ? (Cr stürzt auf Kinwuld zu uud küßt ihmSchwert, Lanze und Schild.)

Latwald. Eine Bitte mußt du dem Uebermaße meinerFreude zugestehn, alter hercynischer Katte: ich habe eurenneuen Siegstanz noch nicht gesehn. Herminvne soll ihn unstanzen.

Arpc. Jetzt tanzen? Dazu sind uns die Römer zu nahund es tagt bald.

Latwald. Und wenn der Mittagsstrahl herunter-strahlte, so sind uns jetzt, da du ans unsrer Seite bist,die Römer nicht zu nah. Wir legten die Waffen unge-straft in den Wald und tanzten auf dem Anger! Nun,Arpe, du warst ja einst auch Jüngling und mochtest gernden Reihn sehn! Soll ick die Fürstin Herminone nunherauf begleiten?

Ärpc. Ich weiß nicht, ob meine Tochter diesen Tanzrecht tanzt.

Latwald. Was? sie tanzte lhn nicht recht? Alle unsreBarden wünschen sich in ihren Lenzgesängen, daß diese demTanze der Fürstin Herminone gleichen möchten!

Ärgc. Aber eure Bräute sagen ja, der neue (attischeSiegstanz komme an ihre Tänze nickt.