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Ingomar. Gestern, als ihr der trocknen Stelle zneiltet,gabt ihr ungefragt Antwort.
Eambriv. Recht, Jngomar! Ihr wolltet, daß wir nachdem Umfange des Lagers von der Zahl eurer Tobten urthei-len sollten. Doch, ihr irret, wenn ihr glaubt, daß ihr unshintergangen habt. Euer Lager ist viel zu groß! Dieß, Her-mann, damit sich das bittre Lächeln in Hohnlache . . undauch sonst noch aus Ursachen!
Flavius. Bietet ihr noch Waffenstillstand an?
Hermann. Nun nicht mehr, weil Cäcina unfern -ber-sten zurückgewiesen hat. Aber, mein Bruder, bist du dennganz unbeweglich? Willst du Deutschland, deiner Mutter,und mir nie wieder angehören?
Theude. Willst du nicht, Flavius? willst du nicht? AberWer ist denn dieser junge Römer, den du bei dir hast? Crhätte mich nicht küffen sollen; allein er gefällt mir doch.
Flavius. Dieser junge Römer, Theude. .
Th-lidc. Du siehst ja so munter aus, und hassest dochdein Vaterland!
Italus. Nein, ich halte es nicht mehr aus! Hermann!ihr Fürsten! ich bin Flavius Sohn! Ich bin allein deßwegenherüber gekommen, um euch zu sehn. Ich weiß nicht, wasfür eine Liebe zu Deutschland mich antrieb. Ich konnte ihrnicht widerstehn! Mein Vater, wenn es dir möglich wäre!Hermann, ich bin heute sehr glücklich und sehr unglücklich!
Flavius. Fürchtest du bei den Legionen zu bleiben,Jtalus?
Italus. Womit habe ich Das von dir verdient, meinVater? Ihr Fürsten, noch nie habe ich meinem Vater wider-sprochen; aber jetzt muß ich es thun und euch sagen, daßich Das nicht verdient habe.