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Der Chazer. Im Anfänge dieses Feldzuges. Sie wußtenicht, daß wir Chazer den Römern hülfen und sie glaubte,daß ich dich sehn würde, und ich sehe dich ja nun auch.
Hermann. Schweig! (Zn H-rmi»»»-.) Ich mag ihn nichtfragen! Eins nur: Lebt mein Sohn?
Der Chazer. Er lebt.
Theudc. Mein Vater, o frag' ihn doch auch nach meinerMutter.
Hermann. Kaum kann ich, mein Sohn! Fürchtest dudie Antwort nicht auch? Wie begegnen sie ihr?
Der Chazer. Sie wohnt auf dem Lande und sieht Wenige.Wer zu ihr kommt, begegnet ihr mit Ehrerbietung.
Hermann. Du hast mein Herz erlnftet! Hast du sieweinen gesehen?
Der Chazer. Nein! aber sie sieht sehr bleich aus undviel anders als zu Varus Aeit.
Hermann. O Hertha! meine Thusnelda!
Theudc. Ach, meine arme Mutter!
Hermann. Trägt sie einen Dolch?
Der Chazer. Sie hat weder Iagdspieß noch Dolch nochsonst etwas znm Gebrauch. Ihr Wort, da ich wegging, war:Sag' Hermann, daß ich wie die Blume am Bache blühe!Nein, sage Das nicht; sage ihm, wie es ist, daß ich wohlnicht lange mehr leben werde! Sage ihm, er soll nm meinet-willen nichts thun, was er sonst nicht thäte. Aber er liebtohne Dieß, und muß sein Vaterland mehr lieben als mich!Sage meinem Hermann, sage dem Streiter für die FreiheitDeutschlands, daß ich ihn nie vergessen werde!
Th ende. Du guter Mann!
Der Chazer. Daß er aber, wenn er bittere Stundenhat, sie nicht durch mein Andenken sich noch bitterer machenÄlopstock, dram. Werke. II. 12