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Herminoue. Den Adler? Fürst Hermanns Adler denn!Meine Mutter, ich wollte unsere Krieger für ihr Vaterlandstreiten sehn, Das wollt' ich! (Leiser.) Aber sage mir, wervon ihnen ist Hermann?
I stäwona (zu Malwend). Fürst Hermann, reiche ihr deinenAdler, daß sie ihn recht besehen kann.
Theudc. Mein Vater, heißt denn Fürst Malwend auchHermann?
Herminoue. Bist du Thusnelda's Sohn?
Thcude. Der bin ich und ich habe heute meiner MutterThusnelda Rache bei dem Schwerte geschworen, bei meinesVaters Schwert und nicht bei diesem kleinen!
Herminoue. Das war eine edle Thräne, die dir weg-stürzte, Hermann! Glücklicher war ich nie, als heute, daich endlich den Befreier des Vaterlandes sehe.
Arpe. Herminvne.
Herminsnc. Ich versteh dich nicht, mein Vater.
Arpe. Ich sage dir, daß du eine Kattin bist!
Hermann. Ich danke dir, Herminoue. Ja, Wodan ließmir meine Stirn heiß glühn und mein Herz laut aufschlagen,daß ich mein Vaterland retten konnte! Dir, Arpe, könnteich antworten, daß ich ein Cherusker bin; aber laß uns sonicht reden, edler Vater dieser edeln Tochter. Wir sindDeutsche.
Arpe (stcht aus). Gib mir deine Hand, Hermann. Dubist deiner Schlacht werth!
Iüütiiona. Aber ist denn hier Streit gewesen? Um derGötter willen, euer Streit ist Leben der Tyrannen!
Herminoue. Unsere Jünglinge machten einen ChazerzumGefangenen. Sie wollten ihn tödten, ich rettete ihn noch.Er hat vor Kurzem Thusnelda gesehn. Er steht am Eingänge.