stünden, so gut geht Alles! Ungehindert hin und dort undher und nicht einmal gespäht, habe ich's ausgeführt!
Ingomar. Was hast du ausgefüyrt?
Hermann. O Wodan, bei diesem Schwert! noch niewagte ich einen solchen Schwur; aber ich bin so voll vonFreude, bei diesem Schwert verheiße ich dir's: Cäcina undnach ihm auch Germanicus!
Gambriv. Bei der Fürsten Schwertern hättest du esverheißen sollen. Aber was führtest du aus?
Hermann. Ja, Wodan! nach ihm auch Germanicus!Denn alsdann ist Drusus Sohn mit seinen vier Legionenallein, und die Schatten dieser Viere im Lager drüben schwe-ben mit ihren Schrecken vor uns her!
Eambriv. Aber die Ursach', daß du nicht zum Siegs-mahle kamst?
Hermann. Verzeiht, ihr Fürsten, daß ich es noch nichtgesagt habe. Doch auch nur der Gedanke an Wodan undeine Freude, wie meine ist, konnten mich aufhalten. Ichbin mit zwanzig Hunderten auf dem Damme gewesen, densie nicht vermeiden können, habe dort junge zngespihte Tan-nen eingerammt und so den Tod im Sande verscharrt.
Malwend. Ist dieser Weg zu Varus (doch du wirstbald hören, daß es ein Umweg wäre) — ist er lang?
Hermann. Zwei Legionen lang. Ein Umweg, Mal-wend? Mich däucht, es ist der nächste und einer, der ge-wiß hinführt.
Zngomar. Du hast nicht allein unser Mahl, sondernauch unsre Berathschlagung versäumt. Wir konnten nichtlänger auf dich warten.
Hermann. Mein Vater, du weißt, wie gern ich Mahlund Rath mit euch halte: allein die Ursach', die du gehört hast—