Druckschrift 
7 (1844)
Entstehung
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Dem Tode! Dich erhört vielleicht das Schicksal;

Mich hört es nicht. Denn satt bin ich, zu forschen,Satt, mühsam in des Denkens LabyrinthHerum zu kriechen und kein Licht zu finden,

Nichts, das mir Wahrheit sey. Viel ist euch Wahrheit;Mir nicht! Und daß du mein Vertraun zu dirGanz kennest, ganz erfährst, wie unglückseligIch bin; so höre den trübsten aller Zweifel,

Der, wie ein Wetter, mich verfolgt, an alle FelsenDer Oed', in der ich irre, mich hinschmettertUnd sterbend schmachten läßt! Doch hör' ihn nicht,

Wie könnt' ich, hoffnungslos, daß er mir helfe,

Auch meinen Freund in meine Leiden stürzen.

Darda.

Mehr leid' ich, wenn du schweigst, als wenn du redest.Und dann ist Hülfe zwar mein Mitleid nicht;

Doch ist es Lindrung.

Salomo.

Hör' ihn denn, mein Darda.Vernehmt ihn auch, ihr Geister, die mit SchwermuthMein Herz bestecken, das sonst Freude war.

Schwebt all' umher, seht all' auf mich, ihr Götter,Auf euer Schauspiel, das ihr elend macht.

Der Gott, den Abraham, den Moses glauben,

Und unser Volk, der ist der gnädigste,

Der weiseste, der mächtigste, der ersteVor allen Göttern, aller Götter Schöpfer!

Doch ist er viel zu groß, ist viel zu erhaben.

Sich bis zu dieser Welt herabzulassen,

Und Herr des Staubs zu seyn.