Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
395
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wir sind bei Gleimen gewesen. Schulthcßen habe ichauch hier und in Halberstadt gesprochen. Jetzo bin ich alleinund da schreibe ich an Sie. Morgen wird Schmidt undGleim wieder zu mir kommen. Sie sehen eine kurze Ge-schichte von mannichfaltiger Freude. Wenn Sie so oft nichtzu Hause gewesen sind, als wir Ihren Namen genannt haben,so müssen Sie recht vermißt worden seyn. Manchmal glaubteich Ihren Schatten über dem Bilde des jungen lächelndenRamders schweben zu sehen.

Dort sah ich langsam heilige Schatten gehn,

Nicht jene, die sich traurig von SterbendenLvShüllen, nein die, welch' im SchlummerGeistig vom göttlichen Trinken duften.

Wenn Sie hätten die Freude, wie einen jungen Proteusunter uns sehen sollen! Wie oft habe ich das gewünscht!Gleimen und mir ist Schuld gegeben worden, wir wärendie verlornen Schildwachen des guten Geschmackes, oder nachGottscheds Aussprüche die poetischen Herrenhuter, weildie dem Blocksberge so nahe wohnten. Gleim sagte, manwohne am nächsten und könnte wohl gar, wenn die Gefahrgroß würde, ein Ueberläufer werden. Warum haben Siemir anS ihremNoah" ein Geheimnis' gemacht? WissenSie wohl, daß ich Sie nunmehr noch mehr liebe? ob ichmir gleich keine Bedingung vcrmuthet hätte, unter welcher

Daher hat er auch hier seine Stelle. D e Unrichtigkeit dieser An-gabe gewinnt noch mehr Wahrscheinlichkeit, weil auch die übrigendrei Briefe, welche Sta'udlin ausgenommen hat, in der Jsiö, wo siesich ebenfallö befinden, falsche Angaben deS Tagcö und Jahreö an ihrerStirn führen. So ist der Brief Nr. 8 von Sta'udlin vom 12. April,in der Jsiö vom 17. Mai 1749 ; der Brief Nr- 9 von Sta'udlin vom17. Mai, in der JsiS vom 7. Junius 1749 datirt. A. d. H.