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Klopstock an Bodmcr.
Langensalza, 12, April i 7 w.
Mein liebster Herr Bodmer.
Wahrhaftig, es ist nöthig, daß ich zu Ihnen komme,wenn ich Ihnen die ganze Heftigkeit der Freundschaft, dieich gegen Sie empfinde, ausdrücken soll! Wie ungemein edelund wie manuichfaltig sind alle die verschiedene» Bemühungen,die Sie meinetwegen unternehmen! Doch ich will meinenFuß von diesem großen Schauplatze zurückziehn. Ich müßteein Buch voll Zärtlichkeit an Sie schreiben, wenn ich Ihnenalle Empfindungen meines Herzens gegen Sie schreiben wollte.Diese Meffiade will ich Ihnen einmal singen, wenn ich znIhnen komme; denn ich komme gewiß einmal zu Ihnen,mein Glück mag sich wenden, wohin es will. Der kleineKlopstvck, wie mich mein Schmidt immer nennt, wennsein Herz am vollesten ist, kommt gewiß zu Ihnen, undverweint bei Ihnen vielleicht „Seufzer süßer Lust." Itzthält mich die allmächtige Fanny zurück, aber auch sie nurallein konnte mich zurückhalten. Aber warum haben Siemeine Liebe an M. le Maitre und vielleicht auch an denH. von Hagedorn verrathen? Warten Sie nur, dafür willich erst in meinem künftigen Briefe von Fanny schreiben.Also schreibe ich erst in meinem künftigen Briefe von Fanny,und in dem itzigen mache ich eine Sache mit Ihnen aus,die auch aufs Verrathen hinausläuft. Sie haben eine Ode,wie ich gehört habe, in die Freim. Nachr. drucken lassen,der ich gern erst noch ein Bischen von ihrem Stolze benommen