Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
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so nehmen Sie die Kleinigkeit dieser Belohnung an! LassenSie mich Ihnen noch was Zärtlicheres sagen. Ich willkommen, Sie bei den Gebeinen Ihres Sohnes zu sehen.Ich will kommen, Ihnen Ihre Thränen, die ich Ihnen viel-leicht von neuem erregt habe, abzutrocknen; Sie müssen miraber auch die meinigen abtrocknen; denn ich muß Ihnensagen, daß sich das Schicksal meiner Liebe noch nicht ent-wickelt hat. Bald erklärt sich die Hoffnung mit einigemLächeln für mich; bald ist alles räthselhaft. Ich weiß nicht,wie Ihnen die Sgche Vorkommen wird. Sie würde Ihnenvielleicht anders Vorkommen, wenn ich sie Ihnen ganz um-ständlich erzählen konnte. Ich will Ihnen nur zweierlei sagen;wider meine unvergleichliche Fanny müssen Sie deßwcgennicht das geringste haben; und wider meine Furchtsamkeitauch nicht zu viel. Denn ich erzittre nur vor dem Gedanken,wenn sie meinen Charakter darin auch nur einigermaßen ver-kennen sollte, daß ich sie, auch in den geringsten Theilcn derGlückseligkeit, nur einigermaßen unglücklich zu machen nichtentschlossen bin. Was ich sonst bisher von Ruhe genossenhabe, ist meistens eine Folge dieses Gedankens gewesen:Wenn wir durch einigen Geschmack an tugendhaften Thaten,und durch einige kleine Edelmüthigkeiten, die uns nichtschwer ankommcn, ob sie gleich dem Pöbel schwer scheinen,einmal Miene gemacht haben, als wenn wir wohl tugendhaftseyn wollten, so kömmt die Vorsehung, greift unser ganzesHerz an, und thut eine große Frage an uns: Ob wir unsauch hier wohl unterwerfen, ob wir auch hier wohl tugend-haft seyn wollen? Sie sehen, daß dieser Gedanke von weitemUmfang ist. Aber ich wuudre mich gleichwohl, wenn ichmeine Liebe dagegen messe, daß er mich aufrichten kann. Ichmuß Ihnen aber auch frei bekennen, daß cr's nicht allein