Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
376
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in Erlangen. Ich weiß nicht, was die Absichten derAkademie sepn könnten. Ich will Ihnen meine Absichtenentdecken. Ich wünschte mir eine außerordentliche Profes-sion irgend einer der schönen Wissenschaften, am liebstenaber der Beredsamkeit oder der Poesie, mit einem Gehalte,das mich nicht der Nothwcndigkeit anssetzte, den größtenTheil meines Unterhalts selbst zu verdienen, welches mirinsonderheit ans einer Akademie schwer fallen würde, derenNumerus noch nicht sehr groß ist. Ich könnte eine solcheStelle so lange übernehmen, bis sich meiner Muße einegünstigere Gelegenheit zeigte; denn ich bin ein wenig besorgt,daß vielleicht meine poetischen Jahre viel eher vorüber seynwerden, al-s andrer ihre. Zum mindesten werden dieselbennicht bis dahin reichen, da Miltons seine erst recht anfingen.

Ihren Entwurf vom Erhabnen habe ich schon ehmalsgelesen. Mein Verlangen, das ich Ihnen entdeckt habe, istans eine weitere Ausführung dieses mehr als louginischenEntwurfs gegangen. Mich deucht, es ist Ihrer würdig, denhohen Longin zu übertreffen. Aber wie würde cs Ihnenmit den Erempeln gehen, wenn Sie die unnachahmbarenPropheten nicht hätten? Wenn Sie des H, von Kleist Ge-dichte von dem Frühling einem Abschreiber anvertrauen dürfen,so weiß ich, daß Sie mir das Vergnügen, diese Gedichtenach so vielen Schmerzen zu lesen, nicht abschlagen werden.

Ob der Verfasser des Noah,

Der den Schlüssel hat, der mir mein Herz »mdreht.

sein Gedicht ausführcn werde, und von wem, und wann derMoseS, dessen in den freundschaftlichen Briefen gedacht wird,werde geschrieben werden, wünschte ich auch zu erfahren.

Komm, golduc Zeit, komm, die du die Sterblichen

Selten besuchest, komm, last dich, Schöpferin,