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einem Orte in seinen Nachtgedanken, so viel kch davon micherinnere: „Du hast die Welt sehr herrlich um dich her ge-gemacht, und die Sterne in ihren wunderbaren Kreisen da-hergeführt, Gott! Aber eine Thräne eines Tugendhaften,die er über einen Unglücklichen weint, ist viel was Größeres,als dieß Alles!" — Ich weiß, Sie kennen mich so, daß Siemir hier keinen Mangel des männlichen Muths im Unglückevorwerfen. Mein Unglück besteht auch nur darin, daß micheinige äußerliche Umstände in dem Besitze desjenigen, wasich eigentlich Glück nenne, beunruhigen. Hievon nehme ichdie Schmerzen meiner Liebe aus. Mein Ange ist schon andiese Aussichten gewöhnt, und ich rühme mich noch keinesgroßen Muthes, wenn ich sage, daß ich, seitdem ich einJüngling bin, frei und standhaft meinem Schicksal in dieAugen gesehen habe. Meine Eltern, die sehr rechtschaffensind, haben Vermögen gehabt, und sind ohne ihre Verschuldenunglücklich geworden. Seit der Zeit, da sie nicht mehr habenfür mich sorgen können, hat mein theuerster Freund —Schmidt — unter meinen Verwandten, auf die edelste-Art für mich gesorgt. Ich habe die Fußtapfen der himmlischenVorsehung mitten in meinem Unglücke oft bemerkt, und siehintennach angebctet. Ich will hier abbrechen. Mich über-fällt ein Schauer, daß ich diese Vorsehung kenne, und nochvon Unglück rede. Aber das darf ich wohl noch sagen, daßich mich sehr oft nach der heiligen Muße sehne, die ich derAusarbeitung des Messias gern ganz widmen möchte. DieseMuße wünschte ich, um Gedanken, gleich nach ihrer Ent-stehung, und so zu sagen in der ersten Hitze ihrer Jugendausbilden zu können, die ich mich, weil ich gestört werde,begnügen muß, nur mit einigen unvollkommenem Zügen, undnur mit wenigen kennbaren Merkmalen ihrer vornehmsten