deswegen recht in Sorgen gewesen. Bei diesem Abend fälltmir der Abend ein, da Gärtner von uns Abschied nahm,als ich ihn und mit ihm seine Freunde kaum hatte kennenlernen. In einer Ode auf meine Freunde, stehn diese Stro-phen davon:
Die letzte» Stunden, da du uns Abschied nahmst,Der Abend soll mir festlich und heilig sehn!
Da lernt' ich, Freund', wie sich die Edlen,
Wie sich die wenigen Edle» liebten.
Viel Abendstunden fasset die Nachwelt noch.
Lebt sie nicht einsam, Enkel, und heiligt sieDer Freundschaft, wie sie eure VäterHeiligten, und euch Cxempel wurden.
Er wird wohl nicht über Zürich nach Genf gehen. Erist von den Grafen getrennt, mit denen er reisen wollte. Erist ein freier Mann, und in der Religion unsklavisch, undsich selbst zu leben sehr gewissenhaft.
Denen werthen Herren, die so viel Mitlcidcn mit Ab-badona haben, sagen Sie, daß ich selbst so wehmüthig übersein Schicksal bin, daß ich kaum so viel Gewalt über meinHerz habe, mich dem strengen Ernste der Religion, die überunser Herz ist, zu unterwerfen. Doch soll seine Geschichte,wie ich glaube, ihre Zärtlichkeit niemals zu gewaltig augreifen.Er ist zur Verherrlichung des Messias da. Bald wird erweinen, daß der Messias nicht auch sein Messias ist!Und beim Weltgerichte wird er so gewaltig um Gnade stehen,daß vor dem lauten Weinen des Menschengeschlechts und derSeraphim die Stimme der Donner nicht mehr wird gehörtwerden.
Wie glücklich werde ich sepn, wenn ich bei VollendungKlopstock, vermischte Schriften. 24