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10 (1844)
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Messias würdig singen können? Mein Vaterland beküm-mert sich nicht um mich, und wird sich auch ferner nicht ummich bekümmern. Aber hören Sie meinen Plan, nachdem ich, unter Ihrem Schutze, mein Mißgeschick zu über-winden hoffen darf. Es war vor einiger Zeit ein Dichterin der Schweiz, den Sie ohne Zweifel gekannt haben: derHerr van Haaren. Derselbe steht in großer Gunst bei demPrinzen von Oranien, und der Prinz soll sehr großmüthigund freigebig seyn. Wie, wenn der mir eine jährliche Pen-sion aussetzte? Wenn Sie mir hierin etwas helfen können,bester Bo dm er, so thun Sie es doch; aber ich möchte durch-aus nicht, daß bei der Bitte mein Name gebraucht würde.Ich möchte mein Glück nicht Fürsten, ich möcht' es Bod-mern zu verdanken haben.

Und nun führ' ich Sie noch, unter dem Versprechen destiefsten Stillschweigens, in das innere Heiligthum meinerAngelegenheiten Ich liebe das zärtlichste und heiligsteMädchen (au welches meine dritte Ode gerichtet ist) auf'szärtlichste und heiligste. Sie hat sich noch nie gegen micherklärt, und wird sich auch schwerlich gegen mich erklärenkönnen, weil unser Stand sehr verschieden ist. Aber ohnesie kann ich durchaus nicht glücklich se»n. Ich beschwöre Siedemnach, bei den Schatten Miltons und Ihres seligenKnaben, bei Ihrem großen Geiste beschwör' ich Sie, machenSie mich glücklich, mein Bvdmer, wenn's Ihnen möglichist! Leben Sie wohl! Grüßen Sie mir Brcitingern,Hirzeln, und jenen Freund, an den Sie die Ode geschrie-ben haben, auf's freundschaftlichste.

N. S. Ich unterrichte hier des Handelsmannes WeißSohn, welcher ein Dichter werden wird, der meinem Unter-richte keine Schande macht; auch hält sich hier der größte