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das angreift, was Genie und Geschmack zur Schönheit einerSchrift beitragen. Ich empfinde es mit Ihnen, daß mir derbeste Autor unerträglich anzuhören seyn würde, der, auchwenn er völlig recht hätte, seinem Kritikus sagte: Sie thunmir unrecht, möin Herr, wenn sie mich beschuldigen, daßdies; nicht sinnreich ist; in meiner Abhandlung herrscht wirk-lich mehr Bercdtsamkeit und Munterkeit, als Sie mir strei-tig machen; hier haben Sie den Beweis, daß Sie mir ohneGrund Erfindung und Genie absprechen; es ist, versichert,alles artiger und feiner, als Sie vorgeben. Bei dergleichenAnklagen ist es unstreitig für den Skribenten am rathsamstenzu schweigen. Allein was soll er thun, wenn die Sache selbstvon dem Kritikus auf eine falsche, seinen Absichten und derWahrheit nachthcilige Art vorgestellt wird, und zwar mitScheine; denn das ist mit einigem Witze möglich; es sey nun,daß der Bcnrtheiler irrt, oder seine Ursachen hat, andernsolche irrige Vorstellungen beizubringen? Mich dünkt, damüsse sich der Skribent vertheidigen, und zwar des größer»Theils wegen, ungeachtet er vor den Richtern der erstenKlasse keiner Vcrtheidignng bedarf. Ein Mann, der recht-schaffen und zugleich galant ist, wird sich freilich nicht vcr-thcidigen, wenn sich's jemand cinfallen läßt, die Schönheitseines Anzugs zu tadeln; aber wenn man seine Rechtschaffen-heit angreift-
Kliton. Ich rede nicht allein von der höchsten Vollkom-menheit der Schriften; ich rede zugleich von allen den Stufen,die über dem Mittelmäßigen sind. Alles, was über demMittelmäßigen ist, ist nicht für die Meisten. Wenn ich dieseserweisen soll; so muß ich sehr umständlich werden. Verlan-tangen Sie diesen Erweis von mir? Wenn ich Ihnen nocheinige Materien mehr, die für die Meisten schön geschrieben