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Verdachte haben, er, der seinen Vater kaum ein wenig liebt,welcher fast sein ganzes Vermögen für ihn hingegcben hat.
Ar ist läßt sich nicht leicht herunter, Kleinigkeiten dadurch,daß er darüber etwas entschiede, wichtig zu machen. Kleonsieht, daß Arist schweigt, und hält dafür, daß Arist vonseiner Meinung sey.
Homer sagt, daß uns Jupiter die Armen zusende. Mankönnte eben dieß von Männern sagen, deren Tugenden Bei-spiele sind. Aber was macht die kleine Seele eines Kleon'saus einen Arist, der ihm zugesandt ist? Eine kleine Seele,wie er selbst hat! Und was ist ihm dann für eine Reizungübrig, in die Höhe sehn zu lernen, wenn er auf einen Aristnur nicht herabsieht?
Wofern er nur ein wenig auf sich Achtung gäbe, fo könnteihn die Erfahrung fehr leicht überzeugen, wie sehr er inseiner Art zu beurtheilen irre. Wie klein müßte er sichfinden, wenn er sich erinnern wollte, daß seine Vermnthun-gen, durch die er die Handlungen eines Arist bei gewissenwichtigen Veranlassungen vvrherzusehen glaubte, so sehr falschgewesen sind. Und gleichwohl kann ihn die Erinnerung dieserErfahrungen von seiner Krankheit, andre nach sich zu be-urtheilen, beinah allein heilen.
Wer schon angefangen hätte, feine Zuflucht zu diesemHcilungsmittel zu nehmen, dem würde es sehr nützlich seyn,wenn er die Geschichte in der Absicht läse, daß er sich beimerkwürdigen Begebenheiten verstellte, was er, wenn erdarin verwickelt gewesen wäre, gethan haben würde, unddann zusähe, was große Männer gethan haben.
Wer dieß oft wiederholt hat, wird die Lächerlichkeit desContrastes sehn, die sein voriges Verfahren hatte. Es istin der That nichts komischer, als einen Kleon zu kennen,