Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
271
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sieht so gen Himmel, und ruft auf eine solche Art, daß esNiemand mit dem Uebrigen, was der Erlöser sonst am Kreuzegesagt hat, verwechseln konnte. Mir gefällt die Simplicitätder Erfindung auch nicht wenig, daß Christus ganz allein ist.

Ein Johannes der Täufer von Mola mit denWorten darunter. Johannes sähe Jesum zu sich kommen,

und sagte: Siehe daS ist Gottes Lamm.-, Fürs erste

ist Johannes viel zu ruhig, für diese Begebenheit; dann hater etwas sehr Gemeines; und daun hat Christus, der in derFerne kömmt, nichts von dem, was wir bei der Abbildungdesselben zu erwarten berechtigt sind.

Eine Tochter Pharaons, die Moses findet, vonP oussin. Der Nil mußte hier nicht als ein Flußgvtt vor-gestellt werden.

Das Stillschweigen von Carrache, ist eine von denglücklichsten Erfindungen, die man sehen kann. Das KindJesus schläft; Johannes berührt leise den Fuß desselben, dieMutter winket dem Johannes, daß er ihn nicht aufweckensolle. Jeder andre Maler, und vielleicht Raphael selbst,würde hier etwas Spielendes hineiugebracht haben, beimCarrache ist alles lauter Ernst.

Ein Stück von Valentin.Gebt dem Kaiser, was desKaisers ist." Das Gesicht und die Stellung Jesu sind sehrsimpel und sehr würdig.

Die berühmte Verklärung Christi von Raphael ist,mich deucht, nicht ohne Fehler. EliaS schwebt nicht mit demAnstande, wie Moses. Außer den drei Jüngern, die nieder-gefallen sind, kommen noch zwo andre Personen den Bergherauf, die nach der Schrift hier nicht seyn sollten. Ueber-dieß enthält das Gemälde eine doppelte Geschichte. Untenam Berge wird der Beseßne gebracht.