Bon dem Nange der schönen Künste undder schönen Wissenschaften.
Aus dem Nordischen Aufseher. 1. Bd. 43. Sk.
Der Geschmack war schon oft von den schönen Wis-senschaften und von den schönen Künsten gebeten wor-den, ihren alten Streit, nm den Vorzug, zu entscheiden.Allein er hatte dieser Entscheidung noch immer auszuweichcngewußt.
Einst wurde ein Gedicht und ein Gemälde an einem feier-lichen Versammlungstage in den Tempel des Geschmacksgebracht, der Vorzugsstreit wurde dießmal heftiger, als erjemals gewesen war. Der Richter konnte die Entscheidungnicht mehr von sich ablehnen. Man sagt, daß die Hitze, mitwelcher itzt alles vorgieng, daher entstanden sey, daß derGeschmack zu der Zeit, die er der Untersuchung des Gemäldeszu bestimmen schien, einige begierige Blicke in das Gedichtgethan hätte. Er sah sich endlich gezwungen, beiden Parthcienzu erlauben, ihm ihre Ansprüche auf den Vorzug mit allerder Umständlichkeit vorzutragen, zu der sie die Wichtigkeitdes Streits und der Entscheidung berechtigte.
Die Malerei, die Baukunst, die Kupferstecher-kunst und die Musik trugen's der Bildhauerkunst auf,