Druckschrift 
10 (1844)
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so wird der Zuhörer die kleinere Länge nicht mit der nächstengrößer», sondern mit der ganzen Folge der langen Sylben,die er gehört hat, vergleichen.

Heiners. Ließ sollten Sie beweisen, wie Sie schonvorher hier und da hätten thnn sollen.

Selm er. Einige Sachen beweist man, und einige nicht.Wenigstens verlangen Werthing und Minna die Schwatz-haftigkeit nicht von mir, durch welche man sich gern dasAnsehn eines tiefsinnigen Untersuchers gäbe, und gleichwohlweiter nichts thut, als daß man demjenigen, dem man etwasvorträgt, langweilig aufbürdet, daß er den leichten Beweisnicht würde gefunden haben.

Wir wollen jetzt, Werthing, zu den Theilen, aus welchender Vers der Griechen zusammengesetzt wird, fortgehen.Wenn wir sie in unsrer Sprache finden, so haben wirgegründete Ansprüche, in ihren Sylbenmaßen, oder auchin neuen, von ähnlichem Umfange des AeitausdruckS, zuschreiben.

Der Trochäus,-Klage. Eine Benennung, die wir

behalten müssen, weil sie eingeführt ist. Einige neuereGriechen, die nicht wußten, daß man ihn vor ihnen Choreus> genannt hatte, bildeten sich, nach der Bedeutung des Worts,ein, daß er eile. Einer von Hephästions Scholiasten, derbemerkte, daß dieser Fuß keine Eile ausdrückcn könnte, halfsich auf diese Art aus der Sache.Der Trochäus, sagt er,wird methaphorisch nach dem Laufe benannt. Diese fangenoft einen langen Weg an, und verkürzen ihn bald darauf,indem sie nicht so weit laufen, als sie sich vorgenommenhatten." Die Benennung Choreus, wird von Choros her-geleitet. Die Chöre tanzten und sangen gewöhnlich ernsthaft.