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10 (1844)
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Diesen Fehler, und es ist, in Absicht auf den Aeitausdruck,kein kleiner Fehler, haben also die uusrigcn nicht; cs wirduns aber auch aus dieser Ursache desto schwerer, dem sehrmannichfaltigen Gange des griechischen Verses zu folgen.

Heiners. Sie veranlassen mich von neuem, meine Mei-nung zu behaupten, daß wir die Versarten der Griechen garnicht aufnehmeu sollten.

Selmer- Sie vermnthen doch nicht, daß ich Ihnenjemals zugestehn werde, daß die angeführte Schwierigkeitunüberwindlich sey? Sie ist dieß nur in Absicht auf diejenigenVersarten der Griechen, in welchen oft so viele kurze Sylbeuans einander folgen, daß ich sie, auch ohne die Hiudrungunsrer Sprache, nicht wählen mochte. Au den schöncrnVersarten der Griechen geben uns kurze Sylbeu genug hintereinander viele einsylbige Worte, die an sich selbst, oder da-durch, daß sie den Nachdruck nicht haben, kurz sind, diemeisten Endungen und viele Anfänge unsrer Worte; undlange Sylben genug hinter einander geben uns einige En-dungen, viele Anfänge, und die große Anzahl derjenigeneinsylbigcn Worte, die nur ein unwissendes oder zu gütigesOhr als kurz duldet.

Werthing. Sie werden auch mit mir vergebens streiten,Heiners. Das, was Selmer angeführt hat, scheint mir dieSache zu entscheiden.

Heiners. Das Zeitmaß unsrer Worte wäre also, wieSie meinen, bestimmter, als ich bisher gedacht habe? Ichzweifle gleichwohl noch sehr daran. Zum Ercmpel, haben wirdenn Spoudeen?

Selmer. Wir haben einige, selbst in zweisylbigenWorten; aber die meisten, und deren Zahl ist nicht klein,entstehn durch die Folge der Worte.