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der Konsonanten nicht dadurch eine Unvollkommenheit unsrerSprache, daß sie unsre kurzen Sytben nicht noch kurz genugbleiben ließe, sondern nur dadurch, daß viele Konsonanten,bei einander wenigstens, keinen sanften Klang haben. Uebri-gcns scheint es mir fast mehr als Schadloshaltung zu scyn,daß alle unsre Worte mindestens durch Eine Lange zum Aus-drucke eines ernsthaften Inhalts fähig sind. Ueber welcheVorstellungen von dieser Art Hüpfen die Griechen durch ihreAussprache nicht weg? Sie hätten, nach der Regel ihrer
Sprache, thanatos aussprechen können; aber sie haben aufjenen Nachdruck, den wir haben, so wenig gesehn, daß sie
Tod durch thanatos hören lassen. Den Krieg und sogar
Gott konnten sie nicht anders aussprcchen, als pole mos,
Theos. Stellen Sie sich eine gute Vcrsart vor. Die Ver-bindung der Längen und Kürzen hat zwar in derselben ansich selbst ihre Schönheit, das heißt, es sind solche Abwechse-lungen der Längen und Kürzen darin, deren Bewegung derAusdruck vieler poetischen Gegenstände in sich faßt: allein eskömmt doch bei dem Gebrauche dieser Versart zu Ihremgewählten Gegenstände unter andern sehr darauf an, daß sieeine oder mehr Splben derer Worte, die am meisten Be-deutung haben, dahin bringen, wo in ihrem Schema dieLängen stehn. Haben Sie nun in ihrer Sprache viel bedeu-tende Worte, die gar keine Länge haben, so ist das Sylben-maß gleichsam allein da, weil es die Sprache ohne ihre Hülfeläßt. Und diesen nicht kleinen Vorzug hat unsre Sprachevor der griechischen, daß alle ihre mehrsvlbigen Worte den