Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
112
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Einräumungen in Ernste nicht einlassen, und es bleibt als»dabei, daß der Rhythmus (um zu Longins Bemerkung zu-rück zu, kommen) die Quantität so oft, als ich oben anführte,'mit sich fortgerissen hat.

Man sagt mir vielleicht, es wäre besser gewesen, wennich von der homerischen Beobachtung der Splbeuzeit geschwie-gen hätte; denn nun würde gewiß einige unsrer Dichter dieLust anwandeln, sich auf Homers Beispiel zu berufen.

Mvgen's doch die, die es nicht dürfen; aber die dürfen,frag' ich: Ob sie, unverführt von der Gültigkeit der Entschul-digung, nicht lieber gar keine nöthig haben wollen? ,

11.Ossian, Milton, Uoung und alle Britten haben dieherrlichsten Gedichte in jambischer oder ähnlicher Versartgesungen, und ich wüßte nicht, daß wer über ermüdendeMonotonie ihrer langen Gedichte geklagt hätte. Und warumnicht? Weil dies; Metrum in der Natur ihrer Sprache lag."

Dieß und mehr hierher gehöriges wird in folgender Stellemeiner Grammatik berührt.

Man ist in denen Sprachen, die von der lateinischen ab-stammen, und der englischen, seit der Wiederherstel-lung der Wissenschaften bis jetzo, in Ansehung derVerskunst, nicht weiter gekommen, als daß man gewisse Spi-ll enz ah len beobachtet hat.

Hierbei verfährt der Dichter auf zweierlei Weise: Ent-weder läßt er es, zufrieden richtig zu zählen, darauf an-kommen, was ihm der Aufall denn nun so vor Füße gebenwerde; oder er sieht auch beim Zählen mit einiger Sorg-falt darauf, daß sein Vers gute Füße habe. Aber wenn manhier auch noch größere Sorgfalt annimmt, als man gewöhn-lich bemerkt; so beobachtet der Dichter gleichwohl noch keinSylbenmaß, sondern nur Sylbenzahl. Denn der Hauptbegriff,