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größtentheils schon in der prosodischen Bildung, und inder festgesetzten Folge der Wörter.
Die erwähnte Ähnlichkeit unscrS Numerus mit demgriechischen zeigt, daß der Vorwurf des Monotonischen oderOligotonischen ungegrüudet ist.
Übrigens geb' ich gern zu, daß der griechische den deut-schen da übertrcffe, wo die Vielheit mit strenger Genauigkeitvermindert worden, und also nicht in Aufhäufung oder garÜberhäufung, und dadurch in Monotonie ausgeartet ist. Aberwie oft ist selbst Demosthen (nur wenige wissen recht, wenich da nenne), weil er sich die ausdrückendsten Worte vomNumerus nicht nehmen lassen konnte, an dieser Klippe ge-scheitert.
Überhaupt können wir uns trösten, daß jene Vielheit unddie mit ihr nah verwandte Aufhäufung unserer Sprachefehlt, und dieß nicht etwa bloß wegen der dadurch so leichtentstehenden Monotonie, sondern noch aus einer viel wich-tigeren Ursache. Diejenige Bewegung der Worte nämlich,die im Aufhäufen liegt, hat einen so starken Ausdruck, daßes nur wenige Gedanken giebt, für die er sich schickt. Eswird also dadurch gewöhnlich das Verhältuiß zerstört, welcheszwischen dem Ausdrucke und dem Ausgedrückten seyn muß.
Dieses oft unvermeidliche Aufhäufcu ist die Ursach, daßdiejenigen griechischen Hexameter, die sieben oder gar neunsich folgende Längen haben, viel öfter als es der Inhalt will,auch wohl manchmal in völligem Widerspruche mit ihm ver-kommen. Dieß ist das Schlimmste bei der Sache; das zweiteauch eben nicht sonderlich Gute ist, daß Füße, die aus lauterLängen bestehn, zwar wohl Zeirausdruck, aber keinen Ton-verhalt haben.
Ich irrte sonst, und bildete mir ein, daß der Deutsche den