Druckschrift 
10 (1844)
Entstehung
Seite
64
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3.Der Verfasser giebt den Längen und den Kürzen dreiGrade Verschiedenheit, (sie sollen sich gar noch viel weiteradstufen lassen) und glaubt auch dadurch das Nichteintvnigedes Jainbeu zu erweisen."

Hiervon hernach.

Bei diesem Anlasse wird dem Hexameter vorgeworfen,daß er1) Kürzen und Kürzen, 2) Längen und Kürzen,(Längen und Längen, welches doch mit zur Sache gehörthätte, werden ausgelassen,) in Ansehung ihrer Verschieden-heit, nicht gut zusammenstelle."

Mir scheinen zwei Grade (auch bei den Griechen) zurrichtigen Bestimmung der Sache zureichend zu seyn: kleinereLängen nämlich und größere; so auch die Kürzen. Damitman aber nicht glaube, ich wolle durch Verwerfung dreierGrade Schwierigkeiten ausweichcn; so lass' ich mich dar-auf ein.

Ich nehme also gleichfalls lange, längere und längste;kurze, kürzere und kürzeste Sylben an.

Die zweizeitigen Wörter und Sylbcn, die mehr lang alskurz, oder das Gegcntheil sind, sollten hier, als solche, des-wegen nicht mitgerechnct werden, weil sie im Verse schonbestimmt, und dann, wie die unveränderlichen Längen oderKürzen, in vcrschicduem Grade sind.

Das Ohr vergleicht neben einander stehende Sylben, dochunter der Einschränkung, daß sic auch zusammen gehören.In ewige gehören die beiden Kürzen zusammen; in Eile,durchdring gehn sie sich nichts mehr an, und werden daherauch nicht mit einander verglichen, le wird's nur mit ei,und durch mit dring. Hierdurch hört denn auch dieWir-kunn des Vergleichens auf, nämlich der Gefallen oder dasMißfallen an der Zusammenstellung. Da sie der Hcrametcr