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sich die eine oder die andre von ungefähr gleich, so schwebtsie; und geht endlich von der Langsamkeit zur Schnelligkeit,oder von dieser zu jener über. Vielleicht giebt es noch mehrArten Strophen; allein ich zweifle, daß hier Mehrheit undSchönheit vereinigt werden können.
Wir sprachen neulich von einer Schönheit des Rhythmus,die keine Beziehung ans Langsamkeit oder Schnelligkeit hatte,und die in gewissen vcrhältnißmäßigen, und dadurch gefal-lenden Sylbenstellungen bestand. Diese kommt bei meinerEintheilung nicht in Betrachtung; aber dadurch sage ich garnicht, daß sie den lyrischen Versalien nicht vorzüglich ange-höre.
Wcrthing. Etwas müssen Sie uns doch auch hier davonsagen. Wenn z. E. die Bewegung zunimmt, und diese Schön-heit des Rhythmus sich vermindert?
Selm er. Ich ziehe die Strophen vor, in denen beidezugleich zunehmen.
Minna. Und wenn nun, bei dem Sinken der Strophe,der schöne Rhythmus stiege?
Selmer. So würde die Strophe dadurch gewinnen.Denn diese Schönheit des Rhythmus darf nur selten, etwaeiniges Kontrastes wegen, vermindert werden; aber das Nach-lassen der Bewegung ist zum AuSdrncke gewisser Leidenschaf-ten nothwendig.
Werthing. Meinen Sie, daß die Strophe vom Lang-samen zum Schnellen, oder umgekehrt, auf Einmal über-gehe?
Selmer. Dieß wäre kein Uebergang mehr; sondern einSprung; und den dürfen nur Dithyramben thnn.
Minna. Wie steigt die Strophe am besten?
Selmer. Eine der guten Arten des Steigens ist, wenn