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Sicben Jahre nachher, in welchen sich mein Mann imhöchsten Grade der Voller« ergeben hatte, ward er einst,wegen eines Dienstfehlers, von seinem Obern hart ange-laffcn und mit Verabschiedung bedroht. Er kam nachHause uud erzählte mir den Vorfall. Ich brach in Thrä-nen aus. „Scp ruhig, Christine!" sprach er mit unge-wöhnlicher Sanftheit: „Ich will frömmer werden." —Er griff gelassen nach einem Gewehre, reichte mir dieHand, und sagte: „Leb wohl!" — Ich glaubte, er ging'auf die Jagd: doch indem ich noch über sein verändertesBenehmen nachdachte, fiel hinter dem Hause ein Schuß.Erschrocken flog ich hinaus; der Unglückliche lag in seinemBlute — —"
Christine konnte vor Jammer nicht weiter sprechen. Trö-stend bat sie Alwina, künftig wieder als Gesellschafterin beiihr zu leben. Sie erklärte sich für unwürdig; doch diegroß-müthigc Freundin gab nicht nach, bis sie das Erbieten annahm.
„Nun, lieber Runenstein," sagte Ellerbach, „nun liegtdoch wohl meine Unschuld am Tage?" — Dem gutenArbogast gingen die Augen über. „Vergeben Sie mir!"sprach er, mit dargebotencr Hand, und sie umarmten sich.
Ludolph unterrichtete nun noch Christinen von seinenSchicksalen seit ihrer Trennung. Hierauf nahm die Ge-sellschaft in der frohesten Gemüthsfaffung von ihr Abschied.
Fünfundvierzigftes Kapitel.
ZachäuS iimcht einen guten Schlug, und der Bräutigam ahneBraut leigt nach Hause.
„Apropos!" sagte Herr von Ellerbach auf der Treppe:„wollen wir nicht den Dotor Cornelius besuchen?"