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hatten. Nun war an keine Rückkehr zu denken. DasZimmer konnte indessen schon von Dieben ausgcräumtseyn, und das Kind lieferte mir Leopold nicht aus. Ersagte mir, durch meine dringenden Bitten aufgebracht, insGesicht: der Knabe sey ihm lieber als ich. —
Nach einer mühseligen Fußreise von vierzig Meilen kamenwir an den Ort, wo er eine Bedienung zu erhalten hoffte;aber die Stelle war schon besetzt. Wir wandertcn weiter;wir hatten oft keinen Bissen Brod. Die Noth zwangden armen Leopold, seine Geburt zu vergessen und alsLivreejägcr zu dienen. Von dieser Stunde an nannte ersich Auerfeld. Wir waren nun zwar vor dem Hungergesichert, und ließen uns trauen: aber mein Gatte wardunfreundlich, tiefsinnig, verwünschte sein Leben. Er ließsich jetzt von seinem Irrwahn in Ansehung des Kindesüberzeugen, und haßte nun den Knaben — den wir ausFurcht, durch seinen wahren Namen entdeckt zu werden,Ludwig nannten — eben so ausschweifend, als er ihnzuvor geliebt hatte.
Nach Verfluß eines Jahres erhielt mein Mann einForstämtchcu, das nicht einträglicher als der Livrecdienst,nur anständiger war. Diese Heilung seines verwundetenEhrgefühls erheiterte ihn Anfangs ein wenig; doch seineWaldgcschäfte in rauher Witterung gewöhnten ihn an starkeGetränke; er genoß sie nach und nach in einem solchenUebcrmaaßc, daß unser kleines Hauswesen und sein Ge-müthszustand immer mehr dadurch zerüttct wurden. Lu-dolph wird Ihnen erzählt haben, was wir oft ausstandcn.Unerträgliche Mißhandlungen hatten ihn endlich, als icheben abwesend war, zur Flucht bewogen. Ich kam zurück;ich verging fast vor Schmerz; doch ich durfte nicht seufzen,nicht weinen.