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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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Sobald er hier allein war, wurde Gebler vorgefordertund grausam gescheuert. Er war wie zerschmettert, alser die Treulosigkeit und Ränke seines Freundes erfuhr-Indem er nun so auf einem heißen Brcte aushalten mußte,ward an die Thür gellopft. Er öffnete sie und bebtezurück: denn, als sah' er seine völlige Gestalt in einemgroßen Spiegel, erblickte er einen ihm ganz ähnlichenMann, der kecklich in die Stube herein trat und ihn an-redete:Brüdcrlein, kennst du mich nicht?" Es warHerr Niemand, der schon seit einer Stunde sein Schalks-gewand angelegt und sich seines Dutzbruders Runzelnauf's Gesicht gemalt hatte, um aus Muthwillen ihm sozu erscheinen. Daß er sich in Runensteins Zimmer wagte,geschah auf Ellerbachs Anstalt, der durch eine schmale Thür-öffnung die lustige Scene belauschte.

Gebler zog sich vor seinem zweiten Ich ein paar Schrittezurück; als er aber füglich nicht weiter konnte, ohne seinenHerrn auf die Füße zu treten, blieb er stehen und riefstark, wie eine Schildwachc: »Wer ist da?"GutFreund;" antwortete Niemand:Kennst du deinen Dutz-brudcr nicht mehr?"Ha, Spitzbube!" schrie Gebler:Rund vorbei mit der Brüderschaft! Ich verfluche jedenTropfen Wein, den ich mit einem solchen Schlangcnkopftrank. Hch! wie viel hat Er für mich in der Weinschenkebezahlt? Mach' Er mir auf der Stelle die Rechnung! Ichwill einem so falschen Patron für keinen Heller verpflichtetsepn."

Der Schelm (dessen Namen sogar Lug und Trug war)fing an, seine Handlungen mit Ironie zu entschuldigen.

Maul gehalten!" rief Gebler.Das schlimmste Radknarrt immer am meisten. Aber ich mag nichts hören.Fort, fort! Sonst bitt' ich den gnädigen Herrn um Er-