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der Gefahr des Ertrinkens ergreift man wohl einen schwim-menden Strohhalm, um sich zu retten. — Sie erinnernsich, daß ich Ihnen von einem Päckchen erzählte, das ichbet der Flucht aus dem väterlichen Hause mitnahm. Esenthielt Dinge, die mir erst jetzt wichtig werden. MeineMutter nannte sie mein Erbtheil, und sie sind so be-schaffe», daß sie die Vermuthung erwecken, ich sey vonadeliger Geburt. — Die Sache wäre nicht unmöglich.Meiner Mutter Herkunft und Schicksale sind mir durchausunbekannt. Sie verband sich mit Auerfeld vielleicht alsWittwe eines Edelmanns, der mein Vater war. — Daßman mich, seit ich denken kann, Ludwig Auerfeld hieß, ent-kräftet diese Muthmaßnng nicht. Meine Mutter kann ausScham der Armuth, oder aus andern mir unbekanntenGründen, meinen wahren Namen unterdrückt haben. —Dem allen gibt Auerfelds unnatürlicher Haß gegen micheinen hohen Grad von Wahrscheinlichkeit." —
Die Gesellschaft hörte ihm mit gespannter Aufmerksam-keit zu, und mehrere Stimmen fragten nach der Beschaffen-heit seines sogenannten Erbtheils.
„Ich kann es Ihnen zeigen z" war seine Antwort.Er ging in sein Zimmer, und brachte von daher ein Päck-chen, worin sich ein Kinderhemd, eine Windel und einesilberne Klapper befanden, die sämmtlich mit den Buch-staben I-. ZVl v. k. bezeichnet waren.
„Heiliger Gott!" rief Alwina. „Diese Sachen gehörtenunserm Erstgebornen, unserm Ludolph!" —
„Wär's möglich!" sprach Herr von Runenstein. „Ja,fürwahr! hier steht mein Wappen auf der Klapper cin-gegraben." —
Alle staunten, alle wurden von einer freudigen Ahnungergriffen. Besonders Helene schwärmte ganz ausgelassen