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meines Vaters, der Auerfeld hieß und im Auslande einschlechtbesoldetcr Forstmann war. Armuth und oft drücken-der Mangel, Entfernung von aufheiternder Gesellschaftund vielleicht ein geheimer Gram, dessen Quelle mir ver-borgen blieb, bildeten ihn zu einem rauhen, furchtbarenManne, zu einer Geißel des Streckens für mich undmeine Mutter. Er sprach Wochen lang mit uns keinWort, saß düster, wie über geheimen Anschlägen brütend, ineinem Winkel und berauschte sich in starken Getränken.Zu andern Zeiten war er ein grillenhafter Zänker; mankonnte ihm nichts zu Danke thun, und das kleinste Ver-sehen brachte ihn so auf, daß er nach geladenen Gewehrengriff und Mord drohte. Wir Unglücklichen flohen oft beisolcher Gefahr in den Wald und verweinten darin ganzeTage und Nächte, weil wir uns nicht in des FurchtbarenNähe zurück wagten. Mir besonders schwor er hundert-mal den Tod. Er haßte mich unaussprechlich. Ich kannmich keines an mich gerichteten freundlichen Wortes vonseinen Lippen erinnern.
Einst war meine Mutter einige Tage abwesend und ichmit dem feindlichen Mann allein. Ich mußte ihn bedienen;ich that cs mit willigster Anstrengung aller meiner Kräfte;doch Mißhandlungen waren mein Lohn. Angst und Zit-tern machten mich nun wirklich ungeschickter, als ich ineinem ruhigen Zustande war, und so beging ich einenFehler, für den ich von ihm keine Verzeihung hoffen konnte.Ich stieß nämlich, indem ich ihm etwas zureichte, einevolle Flasche seines Lieblingsgetränks vom Tische und siezerbrach. Wüthcnd fuhr er auf; ich entfloh; er verfolgtemich, weil er eben kein Fcucrgewehr zur Hand hatte, mitgezogenem Hirschfänger tief in den Wald hinein: aber ichwar ein besserer Läufer, er konnte mich nicht erreichen undkehrte mit gräßlichen Flüchen wieder um.