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Vater Runenstein drohte mit geballter Hand hin nachder Thür und murmelte zwischen den Zähnen: „Warte,du alter Schwätzer!" —
„Doch solche kleine Ränke" — fuhr der Abenteurer fort
— „brachten mich meinem Ziele nicht näher. Ein Haupt-streich mußte gewagt werden. Ich bat Helenen — mitglühenden Worten der Liebe bat ich sie, sich der Tyranneiihrer Hosmeisterin zu entreißen und mit mir zu entfliehen.
— Diesen wichtigen Brief vertraute mein Pseudo - Gebiereiner Nähterin an, die er oft in das Erziehnngshaus ge-hen sah. Er bestach sie mit Gold; sie gelobte treue Dienste;doch sie ward entweder vorsätzlich zur Vcrräthcrin, odersie ließ sich durch Ungeschick ertappen. Kurz, mein Briefging den Weg seiner Vorgänger: er kam in die Handder strengen Pädagogin; und da er ihr besonders inhalt-reich scheinen mochte, so warf sie ihn nicht, wie die übri-gen, ungelesen ins Feuer; sie erbrach ihn, und veranstal-tete hierauf Plötzlich Helenens Abreise." —
„Das war unter solchen Umständen sehr klug von ihrgehandelt!" fiel Herr von Ellerbach ein. „Ich tadelte sieAnfangs; denn ich glaubte, der ächte Bräutigam habe sichnur ein wenig im romantischen Bricsstyl geübt. Aberbald nachher ahnten mir Jntriguen oder Irrungen in derPerson. Aus diesem Grunde verlangt' ich des Kammer-junkers Porträt. Doch eben das, wodurch ich die Kabaleentdecken wollte, machte mich wieder sicher, indem meineTochter, als das Bild ankam, gleich ausrief: Ja, das ister, das ist Runenstein!" —
„Aber wie konnte Fräulein Helene das sagen?" wandteArbogast ein. „Sic hatte ja meinen Sohn nie gesehen!"
„Freilich nicht;" versetzte Ellerbach: „doch jedesmal, wennsich der Rival unter den Fenstern zu Pferde sehen ließ,