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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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sprechen. Ich wollte ihn und mich gleichsam auf die Wagelegen, und so mich prüfen, ob ich mit ihm einen Wettstreitum Hclcneus Liebe beginnen dürfe. Es ward mir schwer,mich von der Wohnung meines Nebenbuhlers zu unter-richten; und als ich sie endlich entdeckte, sagte man mir:er lebe sehr «ungezogen, gehe nie in Gesellschaft und haltemit niemand Umgang. So war's unmöglich, mich ihmzu nahen. Ich trug daher meinem Bedienten auf, mitden Domestiken des fungen Einsiedlers Bekanntschaft zumachen, und ihnen zu entlocken, was ich zu meinem Zweckwissen wollte.

Kurz darauf hatte mein Kundschafter einen alten Die-ner des Herrn von Runenstein auf der Straße getroffen,ihn angercdct, und bei einem Glase Wein von ihm erfahren,daß sein Herr die ihm bestimmte Braut noch nicht persön-lich kenne, weil er durch ein kleines, zwischen ihm undihrer Erzieherin ausgcbrochenes Mißverständniß bisher be-hindert worden sep, dem Fräulein aufznwartcn."

Vater Arbogast stutzte, und machte gegen seine Gemah-lin und seinen Sohn eine Pantomime, als wollte er sagen:Hört, hört, wie Gebier geplaudert hat!"

Diese Nachricht war mir unaussprechlich angenehm;"fuhr der Erzähler fort:sie belebte das Fünkchen meinerHoffnung zu einer wohlthätigen Flamme. Mein Bedien-ter pflog weitern Umgang mit dem Alten, schloß mit ihmFreundschaft, spähte vor der Wohnung des Herrn vonRunenstein fleißig umher, und meldete mir bald mit gro-ßem Jubel: er habe den jungen Herrn auf der Straßegesehen, und mit Erstaunen bemerkt, daß er mir an Ge-stalt und Angesicht außerordentlich gleiche. Ich gab mirMühe, mich von der Wahrheit dieser wunderbaren Ent-deckung mit eigenen Augen zu überzeugen. Es glückte mir;