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mit meiner Frau und meiner Tochter auf ein benachbartesRittergut zum Besuch gefahren."
„Spaßhafter Manu!" rief Arbogast. „Sie legen cSdaraus au, mich in Verwirrung zu setzen."
„Nein, das ist Ihre Absicht, mein weither Cousin!"entgcgnctc Ellerbach. „Sie bringen einen fremden jungenMann mit, und geben ihn für Ihren Sohn aus!"
Arbogast lachte laut auf, rief seine Gemahlin herzu undtrug ihr den Wirrwarr vor. Sie lächelte, wie über einenScherz.
Ellerbach ging rasch in ein Nebenzimmer, brachte desKammcrjunkers Porträt und sagte: „Dieses Gemälde ha-ben Sic mir doch wohl zngeschickt?"
„Ei wohl!" antwortete Arbogast. „Und ich sandte Ih-nen zugleich ein Notariatszengniß, daß er das wohlge-troffenc Bildniß meines Sohnes sey."
„Es hat allerdings mit dem jungen Herrn, den SieIhren Sohn zu nennen belieben, einige Aehnlichkcit;" ver-setzte Ellerbach : allein der rechte Mann, dessen zarteste Ge-sichtszüge, wie aus dem Spiegel entführt, auf diese Lein-wand gezaubert sind, dessen natürliche Frisur und moderneKleidung mit dem Gemälde auf's genaueste übercinstim-mcn, und den meine Tochter, die ihn oft in der Residenzunter ihren Fenstern zu Pferde sah, beim ersten Anblickdes Gemäldes wieder erkannte — kurz, der wahre Ort-lieb von Runenstein, der diesen zum Scherz eingeführtenNebenbuhler siegreich aus dem Felde schlagen wird —langte bereits vor vier Tagen hier an, und meldete, daßihm seine lieben Acltcrn bald folgen würden. Das istdenn, zu meinem großen Vergnügen, jetzt cingetroffen, undSie werden nach einigen Stunden die Freude haben, zu