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bemerken, wie zärtlich ihr trefflicher Sohn und mein Mäd-chen sich lieben. Ich erwarte sie noch vor Abend zurück."
Das Blatt hatte sich nun gewendet. Anfangs war Herrvon Ellerbach bestürzt und Arbogast lachte: doch jetzt ge-rietst die Familie Runenstein in ein dunkles Labyrinth,und irrte verlegen und ängstlich darin umher. Am ruhig-sten war der Kammcrjunkcr, ungeachtet man ihm seineBraut und seinen Namen streitig machte. Er stopfte sicheine Pfeife, setzte sich auf's Sopha, und erwartete gelassenden Ausgang.
Gegen Abend rasselte ein vierspänniger Wagen in denSchloßhof. „Da kommen die Meinigen!" sagte Ellerbach.„Nun, Herr Gegenbräntigam, rüsten Sie sich!"
Nach einer Minute traten Frau von Ellerbach und He-lene ins Zimmer, und hinter ihnen der vorgebliche Ort-lieb von Runenstein, ein schöner, junger, blühender Mann.„Es ist Zeit, daß Sic kommen, lieber Runenstein!" riefihm Ellerbach zu. „Es hat sich ein Afterbräntigam ein-gefunden." —
„So?" sagte der junge Mann mit ruhigem Lächeln.
Indessen begrüßten die Damen von Ellerbach das Ru-nenstcinische Paar. Der Kammerjunker legte seine Pfeife,Wiewohl ungern, aus der Hand, und scharrfüßclte zu He-lenen hin. Zusammcnschreckend, als sähe sie ein Gespenst,zog sie sich zurück, und trat, wie Schutz suchend, nebenihren Begleiter, den die ganze Familie Runenstein anstarrte.
„Die Herrschaften spielen ihre Rollen so vortrefflich, alswären sie auf dem Theater geboren!" rief Ellerbach lustigaus. „Und auch Sie" — sprach er zu dem Fremdling— auch Sic tragen das Ihrige zum Gelingen der guteinstudirten Comödie redlich bei! — Aber lasset uns derPosse ein Ende machen und ohne Zwang heiter und froh-