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Plötzlich donnerte Zachäns an seine Stubcnthür undverlangte den Hausschlüssel. Er wollte das Janitscharen-hecr in die Eremitage führen und mit Wein und Kuchenbewirthcn. Uhrmann schnob ihm ein grimmiges Veto ent-gegen. Fußstampfcnd wiederholte Zachäus seine Forderung.Nochmals rund abgeschlagen! Nun schien ihm Selbsthülseerlaubt; er griff rasch auf den Tisch nach einem Ringevoll Schlüssel. Aber mit längerem Arme kam Uhrmannihm zuvor, und hielt den eisernen Reif so hoch, daß ihn derZwerg nicht erreichen konnte. Vergebens that er einige Sätzedarnach. Doch bald sprang er nicht mehr in die leere Luft; ersprang dem Einsiedler, wie einem hölzernen Voltigirpfcrde,auf den Rücken, um die Schlüssel auf diesem Wege zuerobern. Uhrmann fluchte, schüttelte sich, und wüthcte wieein unbändiger Gaul. Da er aber dadurch des Reitersnicht los ward, so rannte er mit ihm in Ortliebs Zim-mer und schrie: „Hülfe! Hülfe! das Ungethüm bringtmich um!"
Zachäus sprang ab. „Was gibt's denn?" fragte derJunker. „Dieser Unhold verlangt den Hausschlüssel, umein Regiment hier einrücken zu lassen;" antwortete Uhr-mann: „aber ich sterbe lieber auf der Stelle, als daß ichden Schlüssel herausgebe! — O, Herr von Runenstein,"— fuhr er seufzend fort — „in welche Unruhe versetzenSie mein Haus! — Ich hatte feindliche Dragoner, Kü-rassiere, Husaren, Chasseurs und sogar Mammelucken imQuartiere: doch Keiner spielte so mit mir wie dieser teuf-lische Gnom! — Ich bitte Sie, Herr von Runenstein,ziehen Sie aus! Ich bestehe darauf, ziehen Sie aus!"
„Das kann in vier Wochen geschehen;" sagte des Jun-kers Vormund, der Schneidermeister.
„Nein, noch heute! noch heute!" rief Uhrmann hitzig.