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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
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In vier Wochen!" wiederholte Gebler mit kaltem Blute.Unser Micthcontract läuft von Monat zu Monat. Weruns früher los werden will, mag uns verklagen!"

Gut, in vier Wochen!" sagte der proceßschcuc Eremit.Gott helfe mir diese Zeit überstchcn!"

Er ging in sein Zimmer zurück. Zachäus hatte sichschon zuvor, aus Gefühl seines Unrechts, hinweggcschlichc».Er lag im offnen Fenster, klatschte den Tonkünstlcrn Bei-fall zu und rief hinab: er werde morgen die Ehre haben,ihnen insgesammt an einem öffentlichen Orte eine Fete zugeben.

Am dritten Tage nach diesem Vorfall genoß Gebler desTriumphs, daß sein Freund Niemand das versprochenePortrait Lberbrachte. Es war zum Sprechen ähnlich; derKünstler hatte nur Ortliebs steifen Lockcnbau und veral-teten Kleiderschuitt ein wenig modernisirt. Das herrlicheGemälde war auch schon in einen zierlichen, reich vergol-deten Rahmen gefaßt. Uebrigens verbat der großmüthigcMann alle Belohnung, und entfloh unaufhaltsam, als manihm ein Röllchen Ducatcn, das schon für ihn bereit lag,ausdringen wollte.

Der Mensch kann Heren!" sagte Zachäus.Ich begreifekaum, wie er nur das gezwungen hat, daß die Oelfarbenin so kurzer Zeit trocken geworden sind."

Das Bild ist fertig, damit holla!" brummte Gebler.Und cs ist so wohlgerathcn, daß wir getrost damit vorGericht treten können."

Er und Ortlicb begaben sich sofort auf's Rathhaus.Als sie aber um Vidimirung des mitgebrachten Gemäldesgeziemend ansuchten, lachte mau ihnen ins Angesicht undwies sie ab. Sie fragten hierauf nach einem Notar. Mannannte ihnen einen alten Scribar, der sich für baares