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den. Mangel an Vermögen und nützlicher Wissenschafthatte ihn anfangs genöthigct, dem Kalbfell zu folgen: dochfeine imposante Gestalt und ein wenig Tonkunde erhobenihn bald zu der Ehre, dem Kalbfell voran zu gehen,und er war mit seinem Loose zufrieden.
Indem Zachäus mit seinem Freunde einige FlaschenWein ausstach, gab cs seinetwegen zwischen dem Junkerund dessen Wirth einen Streit. Herr Uhrmann war überden Auflauf, den der Zwerg vor der Hausthüre veranlas-set hatte, sehr ungehalten, und wollte schlechterdings demUnruhstifter nicht erlauben, in der Einsiedelei zu wohnen.Der friedfertige Jüngling hätte nachgcgeben, wäre nichtgerade Gebier dazu gekommen. Aber dieser tapfere Ver-thcidiger der Rechte seines Gebieters entschied: es stehejedem Herrn die Macht zu, seine Diener bei sich zu ha-ben , und das könne kein Teufel ihm wehren. Uhr-mann, der die Wahrheit dieses Ausspruches fühlte, wi-derrief nun sein Jnterdict unter der Bedingung, daß sichder kleine Kobold alles Lärmens enthalte, und wenig amFenster erscheine, um der Neugier des Volks keine Nahrungzu geben.
Das versprach man ihm halb und halb. Der Tag ver-floß auch in ruhiger Stille; aber Nachts um eilf Uhr ent-stand wieder ein ungeheures Spektakel vor dem Hause-Der Jauitscharen-Aga rückte mit seinem ganzen Corps an,um dem werthen Univcrsitätsfreunde eine feierliche Nacht-musik zu bringen. Die Straße, von Fackeln beleuchtet,schien in vollen Flammen zu stehen. Uhrmann erwachtemit Schrecken, stürzte sich aus dem Bette, und griff nachseinen Kostbarkeiten und Dokumenten. Doch die Musikbegann unter den Fenstern; er zitterte nicht mehr; er barstnur beinahe vor Zorn.