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die Treppe hinauf und übergab dem Junker folgendesSchreiben:
„Mein Sohn!
„Was du thust, das thue bedachtsam, und bedenke„das Ende! — Diesen Spruch eines alten Weisen hör-„test du tausendmal aus meinem Munde: er ging aber,„leider! bei dir zu einem Ohre hinein und zum andern„wieder hinaus. Dein kurzer Aufenthalt in der Haupt-„stadt war eine lange Kette von Unbesonnenheiten und„Ausschweifungen, worüber die betrübendsten Nachrichten„bei mir cingelaufcn sind."
(Hier folgte nun das ganze Sündenregister, dasaus des Oberhofmarschalls und der Madame Taran-tel nach Bärenfels geschriebenen Briefen entnommenund ziemlich vollständig war.)
„Es ist ein Glück," — fuhr Arbogast fort — „ein„großes Glück, daß Herr von Ellerbach anders denkt„als ich. Er tadelt von allen deinen Vergehen nur die„einzige, daß du auf dem Sopha Sr. Ercellenz des„Oberhofmarschalls cingeschlafen bist. Das scandalösc„Mißverständniß mit dem Backfisch belustiget ihn: deine„halsbrechenden Courbetten auf dem Steinpflaster, die„ich mir nicht ohne Grausen denken kann, haben seinen„ganzen Beifall, und den abenteuerlichen Gedanken,„Helenen zu entführen, erklärte er für eine romantische„Plaisanterie. Bei diesen Ansichten zürnt er auf Ma-„dame Tarantel, daß sie den artigen Scherz — wie er„diesen tollen Einfall zu nennen beliebt — so ernsthaft„genommen hat. Auch Fräulein Helene ist dir nicht„abhold. Die Heirathstractaten find daher, zum Ver-gnügen und Trost deiner Mutter, noch nicht abgebro-