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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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die Treppe hinauf und übergab dem Junker folgendesSchreiben:

Mein Sohn!

Was du thust, das thue bedachtsam, und bedenkedas Ende! Diesen Spruch eines alten Weisen hör-test du tausendmal aus meinem Munde: er ging aber,leider! bei dir zu einem Ohre hinein und zum andernwieder hinaus. Dein kurzer Aufenthalt in der Haupt-stadt war eine lange Kette von Unbesonnenheiten undAusschweifungen, worüber die betrübendsten Nachrichtenbei mir cingelaufcn sind."

(Hier folgte nun das ganze Sündenregister, dasaus des Oberhofmarschalls und der Madame Taran-tel nach Bärenfels geschriebenen Briefen entnommenund ziemlich vollständig war.)

Es ist ein Glück," fuhr Arbogast forteingroßes Glück, daß Herr von Ellerbach anders denktals ich. Er tadelt von allen deinen Vergehen nur dieeinzige, daß du auf dem Sopha Sr. Ercellenz desOberhofmarschalls cingeschlafen bist. Das scandalöscMißverständniß mit dem Backfisch belustiget ihn: deinehalsbrechenden Courbetten auf dem Steinpflaster, dieich mir nicht ohne Grausen denken kann, haben seinenganzen Beifall, und den abenteuerlichen Gedanken,Helenen zu entführen, erklärte er für eine romantischePlaisanterie. Bei diesen Ansichten zürnt er auf Ma-dame Tarantel, daß sie den artigen Scherz wie erdiesen tollen Einfall zu nennen beliebt so ernsthaftgenommen hat. Auch Fräulein Helene ist dir nichtabhold. Die Heirathstractaten find daher, zum Ver-gnügen und Trost deiner Mutter, noch nicht abgebro-