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hast — „sehr gleichgültig ist cs mir, daß Madame Taran-tel dem Vulkan ein Opfer gebracht hat. Der Brief warnicht von mir; das betheuere ich bei meiner Ehre."
„Still, still!" sagte die Kammerjungfer. „Sollte mandas glauben, so müßte den Brief nicht Ihr alter Bedien-ter gebracht haben. Den kenn' ich an seinem Mantel wieeinen Dreier!"
Ortlieb wollte Geblern rufen und mit ihr confrontiren;aber husch! war sic fort.
Drei Tage darauf kam sic abermal, und wieder einBrief.
„Ich verbitte künftig Serenaden vor meiner Wohnung.„Sie setzten dadurch in der vorigen Nacht die ganze Straße„in Bewegung. Wollen Sie Fräulein Helenen in einen„Übeln Ruf bringen? Den Brief haben Sic abgcläugnet;„aber bei dem Ständchen dürfen Sie mir diese Ansflucht„nicht bieten. Ich sah Sie, mit meinen eigenen Augen„sah ich Sie und Ihren alten Diener an der Spitze der„Musikanten. Himmel! wer hätte das in Ihnen gesucht!
Rebecka Tarantel."
„Mamsell, das wird mir zu bunt!" fuhr Ortlieb ans,„Madame scherzt entweder mit mir, oder die Serenademuß ein teuflisches Blendwerk gewesen seyn. Um welcheStunde soll ich sie denn eigentlich gebracht haben?"
„Wunderbare Frage!" versetzte die Kammcrjungfer. „Daswissen Sie doch selbst! Sie standen ja in Lebensgröße vorden Musikanten, und traten mit dem Fuße den Takt. Eswar in der vorigen Nacht zwischen eilf und zwölf Uhr." —
„Das ist mir lächerlich!" sprach der Junker. „Um dieseZeit bin ich immer, wie ein Gefangener, hier eingeschlos-sen. Das muß mir im Nothfall mein Hauswirth vor Ge-richt bezeugen."
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