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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
Seite
285
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Dreinttddreisiigftcs Kapitel.

Örtlich erhalt oerdriestliche Briefe, und wird reu einem Gro-bian aus dem Bette gcsiaubert.

Geblers Trinkfeste dauerten fort. Sein Dutzbrudcr be-gnügte sich in der Folge nicht mehr, ihn zufällig auf derStraße zu finden; er kam, wenn er bei einem Glase Weinmit ihm schwatzen wollte, ins Uhrmannsche Haus undführte ihn mit sich hinweg, oder bestellte ihn auf eine ge-wisse Stunde. Ortlicb, mehr Freund als Gebieter, gönnteund erlaubte seinem alten Getreuen diese Ergötzlichkcitcn;er selbst aber hatte von allen Seiten nichts als Verdruß.

Einst, als er sich eben mit lebhafter Eßbegicrde zu Tischsetzen wollte, erhielt er folgende Zuschrift:

Mein Herr von Runenstein, es hat Ihnen gestern be-liebt, einen Brief an Fräulein von Ellerbach in meineWohnung zu senden: da aber aus bekannten Ursachenfür jetzt keine Corrcspondenz Statt finden kann, so habeich ihn unentsicgelt dem Vulkan geopfert. Dicß zur Nach-sicht von

Ihrer chrcndienstergebcncn

Rebccka Tarantel."

Er las mit großen Augen; er las wiederholt. DieKammerjungfer wartete auf Antwort.Es ist mir gleich-gültig," sprach er nach einigem Besinnen ziemlich Herz-