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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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»Wir glauben unfern Augen mehr;" sagte die Kam-merjungfer, und wipste fort.

Wenige Tage nachher gab es einen noch WimmernAuftritt.

Eines Morgens um vier Uhr ward die Hausklingel hef-tig gezogen. Herr Uhrmann erwachte, wunderte sich, machtejedoch keine Anstalt, sein Pförtneramt zu verwalten, weiler das nie früher als um acht Uhr that.

Die Glocke lärmte indessen eine Viertelstunde lang im-mer stärker; dann ward die Hausthür mit Händen undFüßen bearbeitet, eine Menge kleiner Steine an die Fen-ster geworfen, und dabei aus vollem Halse gerufen: »Herrvon Runenstein ! Herr von Runenstein!" So stieg der Lärm,bis Uhrmann, um sein Haus vor Verwüstungen zu retten,den Stürmer hcreinließ. Es war ein gemeiner Mensch;er verlangte, den Herrn von Runenstein augenblicklich zusprechen; der Junker mußte geweckt werden.Sie sindmir ein schöner Kunde!" fuhr Jener auf ihn los.Ichleihe Ihnen ein junges, schönes Pferd, das ein König rei-ten könnte, und Sie schicken mir eine alte, blinde undlahme Kracke zurück!" Ortlicb starrte ihn an und raunteseinem Hauswirth ins Ohr:Ist vielleicht das Tollhausin der Nähe?" Uhrmann schüttelte den Kopf; der Jun-ker wandte sich zu dem Tumultuanten und fragte: wer erfey, und was er wolle.Ich bin der Pferdeverleiher Schim-mel, und verlange meinen braunen Engländer."Vonmir?"Zum Henker! von wem sonst? Sie ließen ihnja gestern Nachmittags bei mir abholen, ritten in die Ma-ricnstraße und courbettirten da vor einem Hause, worinjunge Frauenzimmer erzogen werden, eine halbe Stundelang auf und nieder. Das weiß ich von sicherer Hand.Nachher führte Sie der Teufel hinaus nach Gauchheim,