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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
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Zweiunddreißigstes Kapitel.

Der Schneidermeister macht unerwartet eine angenehme Be-kanntschaft.

Was lange währt/ wird gut! dachte Gebier, als sichdie Wiederkunft seines jungen Herrn über eine Stundeverzog. Endlich sah er ihn die breite Treppe langsam herabsteigen. »Nun, haben Sie den Kammerhcrrn in der Tasche?"rief er ihm mit fliegenden Armen entgegen-Noch nicht,aber die besten Hoffnungen;" wisperte der Junker undzwang sich ein heiteres Gesicht auf. Es war ihm unmög-lich, seinem theilnehmenden Diener zu gestehen, daß er dieAudienz verschlafen hatte.

Sein Mißgeschick setzte ihn auf solche Art ganz außerThätigkeit, und aus Verdruß beschloß er, in den erste«vierzehn Tagen keinen Schritt zu thun, der ihn dem Hofeoder dem Hochzeitbette näher bringen könnte. Das drin-gendste Geschäft war ein Brief ins väterliche Haus, derihm nicht leicht ward, weil er seine begangenen Fehlerkünstlich bemänteln mußte. Die Geschichte mit dem Back-fisch erzählte er ziemlich getreu; doch das Schläfchen, daser im Audienzzimmer des Oberhofmarschalls gemacht hatte,verschwieg er und half sich mit der Nothlüge, er habe bisjetzt Sr. Ercellenz wegen des täglichen Zudrangs andererHofierer noch nicht aufwarten können.