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4 (1847) Herbstrosen. Der Bräutigam ohne Braut : mit sechs Stahlstichen
Entstehung
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273
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Wird oft hier getanzt?" fragte ich mit einer schlaufteund-lichcn Miene.Beinahe täglich;" antwortete rasch diemuntere Wirthin, weil sie wahrscheinlich glaubte, ich wollediese nahen Bälle besuchen.Der Schmied ist wohl einsehr fleißiger Mann?"Sehr fleißig! Er steht schonMorgens um vier Uhr mit seinen fünf Gesellen vor denAmboßen."Und die wackcrn Bursche?"Singenoft die ganze Nacht lustige Lieder."Gott bewahremich! da kann nur ein Todtcr hier schlafen. Adieu."

IM. Ich bin in meinem Leben noch nicht so listig ge-wesen.

Nro. 6. Eine adelige Wittwe und Mutter siebenunverheirathcter Töchter von sechzehn bis fünf und zwanzigJahren sah mir's gleich an, daß ich ein Edelmann war,und es half kein Läugnen, ich mußte meinen Namen ge-stehen. Da rief sie, wie eine Gluckhenne ihre Küchlein,die Mädchen zusammen, stellte sie mir vor, und rühmtemir alle zur geselligen Unterhaltung dienenden Talenteund Künste derselben.Auguste spielt den Flügel, .Theresedie Harfe, Agnes die Guitarre, Ottilie singt und dccla-mirt, Kunigunde ist eine Meisterin in Räthseln und Cha-raden , Mathilde macht aus dem Stegreif die niedlichstenVerse, und Korinne spielt Schach." Die Fräulein er-rötheten; einige schlugen die Augen nieder; die jüngstenversteckten sich hinter einander. Mama winkte; sie mußtenfich vor mir gleichsam in Parade stellen. Es waren aller-liebste Gesichtchen darunter. Ich fühlte ein gewisses, ichweiß nicht was, das ich vorher nie empfunden hatte.Wie berauscht küßte ich die Reihe herum sieben alabasterneHändchen; aber auch siebenmal zupfte mich Gebler hintenam Rocke, und immer stärker und stärker. Ich wandtemich endlich; er hatte fingerdicke Runzeln auf der Stirn

Langbein'S sämmtl. Schr. Vllk. Bd. 18